Auf dieser Seite sollt Ihr etwas über Persönlichkeiten des Westens der damaligen Zeit nachlesen können. Personen die in Verbindung mit Trappern und Entdeckern stehen sind hier recherchiert. Die Liste erhebt natürlich keinen Anspruch auf Vollständigkeit und wird wenn möglich ergänzt werden.

 

Nachfolgend eine Übersicht der Namen, die Ihr auf dieser Seite 

findet.

 

 Georg Bent

 Daniel Boone

 Jim Bridger

 Kit Carson

 John Colter

 Wiliam Clark

 George Drouillard

 Meriwether Lewis

 Manuel Lisa

 Jed Smith

 Zenas Leonard

 Antoine Leroux

Georg Bent

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie

George Bent (* 1843; † 1917) war der Sohn des bekannten amerikanischen 

Pelzhändlers William Bent und dessen Cheyenne-Frau Owl Woman 

(Eulenfrau). Er lebte ab seinem 20. Lebensjahr bei den Südlichen Cheyenne.

 

Das Leben des George Bent

 

George Bents Vater, William Bent, lebte als Jäger und Pelzhändler in den 

Nordamerikanischen Plains. Er rettete zwei Mitgliedern der Cheyenne das Leben und wurde durch diesen Umstand ein Stammesfreund. William Bent schloss sich um 1820 dem Cheyenne Stamm an und begleitete sie auf ihren Jagdrouten. Er heiratete die Cheyenne-Frau Owl Woman. Einige Jahre später verließ er mit seiner Frau den Stamm, da er wieder als Händler arbeiten wollte, und baute an der Nordseite des Arkansas Rivers ein Fort auf. Dieses Fort entwickelte sich in den nächsten Jahren zu einem wichtigen Handelsstützpunkt und beliebten Treffpunkt von Händlern, die durch die Prärie zogen.

1843 wurde in diesem Fort George Bent geboren. George lebte in diesem Fort, hatte Kontakt mit weißen Händlern und Abenteurern. Sein Vater entschied, dass George die Schule der Weißen besuchen sollte, also wurde er zunächst nach Westport, später nach St. Louis geschickt. Als der Bürgerkrieg ausbrach, schloss sich George Bent gemeinsam mit seinem jüngeren Bruder der Konföderierten Armee an und diente unter General Sterling Price. Bereits 1863 hatten sie vom Krieg genug. George Bent verließ die Armee und schloss sich den Cheyenne an, um bei ihnen zu leben. Bent wurde in den nächsten Jahren ein wichtiger Mann für die Cheyenne. Anfangs fungierte er als Übersetzer bei Verhandlungen, später wurde er zum Vermittler und Berichterstatter über das Leben der Cheyenne.

Bent lebte sowohl bei den Cheyenne als auch bei den weißen, des weiteren trampte er auch als Fallensteller und Pelzhändler einsam durch das Land, hin- und hergerissen durch seine zwei Kulturen. Über sein Leben bei den Cheyenne ist nur recht wenig bekannt. Bis heute ist nur mit Sicherheit bekannt, dass er sich im Winter 1864 mit den Cheyenne am Sand Creek River aufhielt und er Augenzeuge dessen wurde, was als Massaker am Sand Creek River in die Geschichte einging. Soldaten hatten im Morgengrauen das friedliche Dorf der Cheyenne angegriffen und über 150 Männer, Frauen und Kinder auf brutalste Weise getötet, sie daraufhin verstümmelt und skalpiert. 

George Bent und einige andere überlebten dieses Massaker, indem sie zum Flussufer rannten und sich in den weichen Sand eingruben.

 

Bent in den späten Jahren 

 

Der Gelehrte und Forscher George Bird Grinnell wollte Anfang des 20. Jahrhunderts das Leben der Indianer näher erkunden. Also arbeitete er einige Fragen aus und Bent übersetzte. Während dieser Forschungsarbeit lernte Bent George Hyde kennen. Bent und Hyde starteten eine langjährige Korrespondenz, in denen Bent über die Cheyenne, ihre Kultur und ihr Leben schrieb. Dieser Briefverkehr endete erst mit Bents Tod im Jahre 1917. Aus diesem gesammelten Material stellte Hyde ein Buch zusammen, dieses wurde allerdings von allen Verlagen abgelehnt und geriet in Vergessenheit. Erst in den 1960er Jahren, als in Amerika ein Umdenken in der Indianerfrage eingesetzt hatte, entdeckte der Direktor der Universität von Oklahoma das Manuskript wieder. Gemeinsam mit dem in die Jahre gekommenen George Hyde wurde das Werk überarbeitet und unter den Titel Life of George Bent, Written from His Letters (1968) veröffentlicht. Der Hauptteil dieser Werke besteht aus den Briefen von George Bent, dieses Werk gilt heute als einer der autentischsten Augenzeugenberichten der indianischen Kultur.

 

Von "http://de.wikipedia.org/wiki/George_Bent"

 

Daniel Boone

Daniel Boone (* 2. November 1734 in Birdsboro, Pennsylvania; † 26. September 

1820 in Defiance, Missouri) war ein US-amerikanischer Pionier und Grenzer, der den so genannten Wilderness Trail erschloss und die Stadt Boonesborough in Kentucky gründete.

 

Kinder- und Jugendzeit

 

Boones Eltern, überzeugte Quäker, wanderten 1717 von England aus und ließen sich in Pennsylvania nieder. Vermutlich am 2. November 1734 kam Daniel Boone in einer Blockhütte in Birdsboro zur Welt und wuchs zusammen mit zehn Geschwistern auf. Er besuchte zwar keine Schule, lernte aber Lesen, Schreiben und Rechnen im Elternhaus. 

Daneben erlernte er Fähigkeiten wie Reiten, Pferde beschlagen, Fährten lesen und jagen. In diesen Bereichen kam sein besonderes Talent zu Tage. Zwei Geschwister von Daniel Boone heirateten außerhalb der Quäker-Gemeinschaft, was den Unmut der Nachbarn erregte. 1750 entschloss sich die Familie nach Süden zu ziehen. 

1753 siedelten sie im Yadkin-Tal an der westlichen Grenze von North Carolina. Daniel Boone fühlte sich sehr wohl in seiner neuen Heimat, streifte durch die weiten Wälder und schoss zuweilen an einem einzigen Morgen ein Dutzend Hirsche. Die Nachmittage nutzte er dann, um die Felle in Salisbury zu verkaufen.

Nach zwei Jahren in der Wildnis von North Carolina machte Boone erstmals mit einem Indianer Bekanntschaft. Dieser zeigte sich über Boones überlegener Schießkunst dermaßen wütend, dass er ihn zu skalpieren drohte.

1755 diente Boone bei der britischen Truppe unter Generalmajor Edward Braddock als Wagenlenker. Ziel der 1.400 starken Truppe war, das französische Fort Duquesne am Ohio River einzunehmen. Nahe dem Fort gerieten sie in einen französischen Hinterhalt; die Hälfte der Männer starb. Boone gelang es, sein Gespann vom Wagen zu trennen und zu fliehen.

 

Erforschung Kentuckys und Tennessees

 

1756 heiratete er die Schwester seines Schwagers, Rebecca Bryan, eine Nachbarstochter aus dem Yadkin Valley in North Carolina, die im Laufe der Jahre zehn Kinder zur Welt brachte. Die beiden ließen sich in einem Blockhaus am Bear Creek nieder. In der Folge legte Boone einige Felder an, auf denen er jeweils im Frühling und Sommer arbeitete. Im Herbst trieb es ihn in die Wildnis der Appalachen-Wälder, wo er jagte und den Winter durch Biber-Fallen stellte. Er war einer der ersten Weißen, die sich in die Blue Ridge Mountains und in die östlichen Alleghenies vorwagten.

Am 1. Mai 1769 brach Boone zusammen mit fünf Männern, darunter sein Schwager John Stuart und der Händler John Finley, zu einer Jagdtour nach Kentucky auf. Sie stießen bis zu den Cumberland Mountains vor. Während sieben Monaten jagten sie überaus erfolgreich in den Wäldern Kentuckys. Am 22. Dezember wurde die Gruppe von berittenen Shawnee-Indianern gefangen genommen. Wenig später entdeckten die Shawnee ihr umfangreiches Fell-Lager und bemächtigten sich diesem. Zwei Tage später entließen sie die Weißen in die Freiheit und rieten ihnen, sich von ihren Jagdgründen fern zu halten. Mit leeren Händen machten sie sich auf den Rückweg. Unterwegs stießen Boone und sein Schwager auf Boones Bruder Squire und noch einen Mann. Die beiden waren ihnen gefolgt. Zusammen gingen sie erneut auf die Jagd. Squire unternahm zwei Reisen nach North Carolina und zurück, brachte die Jagdbeute und holte neue Vorräte. 

Im März 1771 entschloss sich auch Daniel Boone zur Rückkehr, wurde aber wieder von Indianern überfallen, die ihm sämtliche Beute samt Pferden abnahmen.

Nach zwei Jahren in North Carolina entschloss sich Boone, sich fest in Kentucky niederzulassen. Er, seine Frau Rebecca, ihre acht Kinder und fünf weitere Familien zogen im September 1773 los, wurden aber am östlichen Zugang der Cumberland Mountains von Indianern überfallen. Hierbei kamen einige Männer ums Leben, unter anderem Boones Sohn James. Aufgrund der Weigerung der Frauen, weiter zuziehen, kehrten sie ins Yadkin-Valley zurück.

Nachdem inzwischen andere Siedler nach Kentucky gezogen waren, erhielt Boone 1775 den Auftrag, zusammen mit 30 Holzfällern einen Weg zu den Cumberland Mountains zu bahnen. Während dieser Aufgabe wurden sie des Öfteren von Indianern überfallen. Boone musste seine ganze Überzeugungskraft aufbringen, die entmutigten Holzfäller vorwärts zu treiben. In Kentucky errichteten sie ein Basislager, danach kehrte Boone nach North Carolina zurück, um erste Siedler zu führen. So entstand beim Basislager rasch eine Niederlassung namens Boonesborough. 

 

Kampf gegen die Briten und Indianer

 

Noch im selben Jahr brach der amerikanische Unabhängigkeitskrieg aus. Die britischen Kolonialtruppen schenkten ihren verbündeten Indianerstämmen, darunter die Shawnee, Ottawa und Miami Feuerwaffen samt Munition. Die Indianer, die mit Skalps von Siedlern aus Kentucky zurückkehrten, wurden entlohnt. Dies verursachte Panik bei den Siedlern und etwa die Hälfte verließ Kentucky. Während der fortgesetzten Kämpfe mit den Engländern und Indianern verlor Boone auch den zweitältesten Sohn in einer der letzten Schlachten des Unabhängigkeitskrieges, der Schlacht von Blue Licks. Im Juli 1776 entführten Shawnee unter anderem Jemima, eine Tochter von Boone. James Fenimore Coopers Roman Der letzte Mohikaner basierte teilweise auf diesem Ereignis.

Im Januar 1778 drohte Boonesborough das Salz auszugehen; Boone brach mit 30 

Männern auf, um im zentralen Kentucky bei einer Mineralquelle neues zu holen. Die Gruppe erreichte unbeschadet die Quelle und Boone brach zur Jagd auf. Im Februar wurde er von Shawnee-Kriegern entdeckt und beschossen. Boone rettete sich hinter einen Baum und legte als Kapitulationsgeste sein Gewehr vor sich auf den Boden. Die Shawnee nahmen ihn und später auch seine Begleiter gefangen und führten sie in ihr Lager am Little Miami River im heutigen Bundesstaat Ohio. Die Shawnee waren sehr stolz, den berühmten Waldläufer gefangen genommen zu haben. Häuptling Blackfish adoptierte Boone als seinen Bruder und gab ihm den Namen Big Turtle. Boone passte sich rasch dem indianischen Leben an, entschloss sich aber zu fliehen, als die Krieger der Shawnee beabsichtigten, Boonesborough anzugreifen. Im gelang die Flucht, indem er ein Pferd zu Tode ritt und die letzten 160 Meilen bis Boonesborough zu Fuß lief. Dort fand er als einzige seiner Familie die Tochter Jemima vor; seine Frau war nach North Carolina zurückgekehrt, da sie nicht mehr an seine Rettung geglaubt hatte. Boone trieb nun die Bewohner der Siedlung an, die Palisaden zu verstärken. Tatsächlich hielten sie anfangs September 1778 der siebentägigen Belagerung der Angreifer - rund 400 Shawnee-Krieger und zwölf kanadische Waldläufer - stand. Wäre Boonesborough gefallen, hätten die Amerikaner die letzte Siedlung im äußersten Westen verloren; insofern war die 

Niederlage der Shawnee von großer Bedeutung für den Ausgang des amerikanischen Unabhängigkeitskrieges.

Nun ritt Boone nach North Carolina zu seiner Familie und holte sie nach Boonesborough zurück. Die Angriffe der Shawnee auf Siedlungen in Kentucky hielten in den folgenden Jahren an. Im August 1782 leitete Boone eine Miliz-Abteilung, welche die abgewehrten Shawnee verfolgten. Boone fürchtete einen Hinterhalt, konnte aber seine Männer nicht aufhalten. Boone behielt recht: In kurzer Zeit wurden beim Blue Licks River 60 Männer, darunter Boones Sohn Israel, von den Kugeln der Shawnee niedergemäht. Der Tod Israels traf ihn sehr hart; er fühlte sich dafür verantwortlich, weil es ihm nicht gelungen war, die Männer zurückzuhalten.

Noch im Jahr 1782 traf Boone den Schullehrer John Filson, der ein Buch über die 

Besiedelung des Westens schrieb und dazu unter anderem mit Boone sprechen wollte. 

Boone schilderte seine Erlebnisse sehr eindrücklich. Sie stießen auf großes Interesse und wurden bald aus Filsons Buch separiert und in etliche Sprachen übersetzt. Die Veröffentlichung seiner Abenteuer in "The Adventures of Colonel Daniel Boone" 1784 durch John Filson machten ihn noch zu Lebzeiten zu einer mythischen Figur und als Inbegriff des Grenzers und Pioniers in der amerikanischen Legendenkultur unsterblich. So diente sein Leben unter anderem James Fenimore Coopers Lederstrumpf Nathaniel Bumppo zum Vorbild, wobei dieser die Gestalt romantisch zum Naturmenschen und Indianerfreund verklärte, um dennoch die Zeitumstände anzuprangern.

 

Verlust und Neubeginn

 

1783 ließ sich Boone zusammen mit seiner Familie in Limestone am Ohio River nieder und baute einen Handelsposten samt Schenke. Zusätzlich betätigte er sich als Landvermesser und Makler. Probleme taten sich auf, als er Land für seine Kunden beanspruchte, das bereits für andere Siedler abgesteckt worden war. Immer mehr Leute hielten ihn für einen Schwindler und bald hatte er etliche Prozesse am Hals. Um seine unzufriedenen Klienten zu besänftigen, verkaufte er nach und nach sein eigenes Grundstück und entschädigte sie so. Er widmete sich wieder der Jagd, doch der Wildbestand hatte aufgrund der stärkeren Besiedlung deutlich abgenommen. Sein Sohn Daniel Morgan Boone traf 1798 den spanischen

 Vizegouverneur Z. Trudeau, der die ganze Familie einlud, sich im Missouri-Gebiet niederzulassen. 1799 folgten die Boones der Einladung und verließen Kentucky. Als Grund gab Daniel Boone an: "Zu überfüllt! Zu überfüllt! Ich brauche mehr Ellbogenfreiheit." Die Spanier in St. Louis hießen ihn willkommen und gaben ihm die Zustimmung, sich westlich der Stadt niederzulassen. Später sollte der bekannte Trapper John Colter dort sein Nachbar werden. Zwei Jahre später nahm Daniel Boone die Stellung des Gerichtsherren und Kommandanten des Distriktes Femme Osage an. Als solcher kümmerte er sich um Nachlässe, beurkundete Dokumente und richtete über Verbrechen.

Im Oktober 1800 verkauften die Spanier das Louisiana-Territorium, zu dem auch das Gebiet des späteren Bundesstaates Missouri gehörte, den Franzosen, die es wiederum drei Jahre später den USA veräußerten. Die neuen Machthaber anerkannten die Landschenkung der Spanier an die Boones nicht; es kam zu einem juristischem Verfahren, das bis 1814 dauerte, einem Jahr nach Rebecca Boones Tod. Endlich wurde Daniel Boones Ansprüchen Recht gegeben. Wenig später erschienen drei Männer aus Kentucky und behaupteten, er würde ihnen Geld schulde. Daniel Boone musste wiederum sein ganzes Land verkaufen, um die drei Männer zufrieden zu stellen. Einzig seinen Kindern blieb deren Land. Der beinahe 80-jährige Boone entschied sich, in den Wäldern nordwestlich auf die Pelzjagd zu gehen. Bald ließ seine Sehkraft nach und sein Rheumatismus verschlimmerte sich. So sah sich Boone immer öfter gezwungen, bei seinem Sohn Nathan zu verweilen, der bei Defiance im US-Bundesstaat Missouri wohnte.

Daniel Boone war mit seinem Leben zufrieden besonders erleichtert, dass er nirgendwo mehr Schulden hatte. Gegen den Herbst 1820 verschlechterte sich sein Gesundheitszustand stark und am 26. September starb er fast 86-jährig im Haus seines Sohnes. Ursprünglich in Missouri begraben, wurden seine Gebeine 25 Jahre nach seinem Tod nach Frankfort, Kentucky, überführt, wo er inzwischen als "Vater Kentuckys" angesehen wurde.

 

Anekdoten

Viele volkstümliche Anekdoten sind überliefert. Sein Gewehr war eine Kentucky Long Rifle mit dem Namen "Tick-Licker", frei übersetzt also Zehen-Zutzler (eigentlich: Zehen-Lutscher), was einerseits die imposante Größe und das Kaliber der mannslangen Büchse illustrierte, andererseits aber auch den leicht schrägen Humor Boones veranschaulichte. So kann man sich leicht vorstellen, dass die bei Regen nach unten gehaltene Büchse mit der Mündung schnell an die Zehen des Trapper hätten stoßen können. Diesen Hang, seine Waffe mittels eines Namens zu personifizieren, findet man auch in Karl Mays Geschichten wieder, der Boones Memoiren kannte. Der Pionier trug einen Waschbärhut und aus Hirschleder gefertigte Kleidung mit Lederfransen - auch hier war er regelgerecht stilbildend für das Bild nachwachsender Generationen von einem Trapper.

Die Situation konnte so ausweglos sein, wie man es sich in seinen übelsten Träumen ausmalte, Boone gab niemals auf: Ein einziges Mal gab er zu, "für mehrere Wochen ziemlich verwirrt" gewesen zu sein und meinte damit die Phase nach dem Tode seines erstgeborenen Sohnes.

Literatur

Micheal Solka: Daniel Boone - Waldläufer und Entdecker. In: Magazin für Amerikanistik, Nr. 1, 2005 und Nr. 2, 2005

Jim Bridger

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Jim Bridger(* 17. April 1804 in Virginia; † 17. Juli 1881 in Washington (Missouri)), 

eigentlich James Bridger, gilt als einer der fähigsten Trapper, Scout und Entdecker im Wilden Westen der heutigen USA. (* 1843; † 1917) war der Sohn des bekannten 

amerikanischen Pelzhändlers William Bent und dessen Cheyenne-Frau Owl Woman 

(Eulenfrau). Er lebte ab seinem 20. Lebensjahr bei den Südlichen Cheyenne.

 

Leben 

 

Zwischen 1822 und 1839 war Bridger als Trapper in den Rocky Mountains tätig. 1824 entdeckte er vermutlich als erster Weißer den Großen Salzsee in Utah. Von 1830 bis 1834 führte er zusätzlich eine Pelzhandelsgesellschaft, zusammen mit vier Partnern.

Von 1840 bis 1853 leitete er zusammen mit Louis Vasquez das Fort Bridger am Oregon Trail. Anschließend war er als Scout tätig und führte viele Entdeckungsreisen und Jagdexpeditionen. 1868 ließ er sich auf seinem Grundstück in der Nähe von Kansas City nieder. Dort lebte er bis zu seinem Tod im Jahre 1881.

Bridger hatte eine bemerkenswerte Begabung für Sprachen. Obwohl er Analphabet war, konnte er neben Englisch, Französisch und Spanisch auch drei Indianersprachen. Letztere lernte er durch das Zusammenleben mit den Indianern. Er war hintereinander mit drei Indianerinnen verheiratet: Mit Cora, einer Flathead, die ihm drei Kinder gebahr; mit einer Ute, die bei der Geburt der Tochter Virginia starb; und mit der Shoshone Mary, die ihm zwei Kinder gebar.

 

Bedeutung

 

Bridger war vor allem berühmt für seine geographischen Kenntnisse. Verschiedenste außergewöhnliche Erlebnisse verliehen ihm einen legendären Ruf.

 

Literatur

Washburn, Wilcomb: Handbook of North American Indians. Volume 4: History of Indian-White Relations. Smithsonian Institution (Hg.). Washington: 1988.

 

Kit Carson

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Christopher Houston Carson (* 24. Dezember 1809 in Madison 

County/Kentucky; † 23. Mai 1868, besser bekannt als Kit Carson) war ein 

US-amerikanischer Pionier und Grenzer.

Während seiner Karriere im Südwesten der USA war er Trapper, Führer, Scout, Rancher, Indianeragent und sogar Soldat im Rang eines Brigadegenerals.

Seine Berühmtheit verdankte er ursprünglich seiner Tätigkeit als Führer der Expedition John C. Frémonts, der eine Karte der westlichen Land- und Flusswege erstellen wollte, in Richtung Pazifik. Die gutgeschriebenen Aufzeichnungen Freemonts waren sehr populär und machten Carson zum allseits beliebten Helden.

Um 1840 bekämpfte er die Mexikaner in Kalifornien und nahm ebenfalls am 

Sezessionskrieg teil. Zum Ende seines Lebens als Indianeragent zettelte er 

unrühmlicherweise einen brutalen ökonomischen Kampf gegen die Diné an, indem er die zugesagten Warenlieferungen manipulierte, um sie an ihrem festgelegten 

Reservationsplatz zu halten.

John Colter

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie

John Colter (* ca. 1774 bei Staunton, Virginia; † November 1813 in Missouri), 

auch John Coulter, war ein amerikanischer Trapper und Teilnehmer mehrerer 

Expeditionen, die den amerikanischen Westen erkundeten. Seine Streifzüge als Trapper führten ihn wiederholt in bis dahin nicht erforschte Gebiete. Unter anderem entdeckte Colter als erster Weißer die heißen Quellen des heutigen Yellowstone-Nationalparkes. 

Einige seiner Erlebnisse sind in die amerikanische Mythenbildung eingegangen. Sein bekanntestes Erlebnis ist sein Rennen gegen Blackfeet-Indianer, das unter anderem von Autoren wie Washington Irving literarisch verarbeitet wurde.

Familie

 

Colter hatte schottische Vorfahren. Um 1700 wanderte Johns Urgroßvater Micajah 

Coalter nach Amerika aus. Michael, der älteste Sohn von Micajah und Johns Großvater, änderte den Namen in Colter. Einige Familienmitglieder schrieben sich auch Coulter. Die Colters erwarben größere Ländereien bei Staunton in Virginia, wo John zur Welt kam. Fünf Jahre später zogen sie nach Maysville, Kentucky.

Erscheinungsbild

 

John Colter hatte blaue Augen und war 178 cm groß. Er galt als scheuer, mutiger 

Mensch mit rascher Auffassungsgabe.

Lewis-und-Clark-Expedition

 

John Colter meldete sich am 15. Oktober 1803 in Maysville als Gefreiter für die 

Expedition von Meriwether Lewis und William Clark quer durch die heutigen USA. Die Expeditionsteilnehmer wurden nach harten Kriterien ausgewählt: Sie mussten gute Jäger sein, stämmige, gesunde und unverheiratete Männer, die an die Wälder gewöhnt waren und die körperliche Strapazen erdulden konnten. Bis zum Start am 14. Mai 1804 wurden die Teilnehmer in der Nähe von St. Louis, das sie im Dezember 1803 erreichten, auf die Reise vorbereitet. Colter sollte nie mehr nach Virginia zurückkehren. Für seinen Dienst erhielt er fünf US-Dollar pro Monat. Den Expeditionsteilnehmern war es jedoch gestattet, nebenbei Pelztiere zu fangen und so ihren Lohn aufzubessern.

Die Reise fand zu einem guten Teil auf dem Flussweg statt. Colter stand unter dem 

Kommando von Sergeant John Ordway, der das größte Schiff führte.

Nachdem Colter zu Beginn einmal zur Disziplin gerufen werden musste, tat er sich rasch als hervorragender und zuverlässiger Jäger hervor. Während seiner Streiftouren durch die Wälder begegnete er Indianern verschiedenster Stämme: Lakota, Mandan, Gros Ventre, Menominee, Nez Percé. Einmal überraschte er drei Flathead-Indianer, die zwei Shoshone verfolgten, weil diese ihnen 23 Pferde geraubt hatten. Colter gelang es, einen der Flathead zu überreden, der Expedition als Führer zu dienen. Der bisherige indianische Führer, ebenfalls ein Shoshone, kehrte gerne nach Hause zurück, da sie sich nun in fremdem Territorium bewegten.

Colter zeichnete sich während der anstrengenden Expedition durch seinen 

unermüdlichen Einsatz aus. Er verfügte über eine ausgezeichnete Kondition, so dass er und George Drouillard die einzigen waren, die Tag für Tag zur Jagd auszogen. Seine Leistung für die Expedition wurde geehrt, indem ein Bach, der bisher als Potlatch Creek bekannt war, in Colter's Creek umbenannt wurde. Am 7. November 1805 erreichte die Gruppe den Pazifik. Nach dem Winter trat sie die Heimreise an.

Fallensteller

 

Am 5. August 1806 bat Colter Captain Clark um die Entlassung. Bei einem Dorf der 

Mandan hatten sie Joseph Dixon und Forrest Hancock, zwei Fallensteller aus Illinois, kennen gelernt, denen er sich als Partner anschließen wollte. Clark entsprach dem Wunsch und drückte seine große Zufriedenheit mit Colters Leistung aus. Colter hatte von der Möglichkeit, durch Pelzjagd den Lohn aufzubessern, regen Gebrauch gemacht und tauschte nun seine erbeuteten Felle gegen die nötige Ausrüstung für zwei Jahre aus. Die drei verabschiedeten sich nach Süden in Richtung Yellowstone Valley.

Den Winter verbrachten sie in einem Unterstand. Colter nutzte diese Zeit, um die 

Umgebung zu erkunden. Da der Biberfang in dieser Region nicht sehr ergiebig war und Colter Meinungsverschiedenheiten mit seinen Partnern hatte, trennte er sich im Frühling von ihnen. Colter fuhr den Yellowstone River hinunter bis zum Missouri River. 

Dort kam ihm die Lisa-und-Drouillard-Expedition der Missouri Fur Company entgegen, bei der unter anderem drei ehemalige Kollegen aus der Lewis-und-Clark-Expedition teilnahmen: George Drouillard, John Potts und Peter Weiser. Manuel Lisa, der Leiter der Pelzhandels-Expedition, konnte John Colter für die Teilnahme an der 42-köpfigen Expedition gewinnen, die zum größten Teil aus französischen Kanadiern bestand. Später schloss sich auch Hancock an. Ob Dixon ebenfalls mit von der Partie war, ist ungewiss.

Während die Expedition unbehelligt durch die Gebiete der Lakota-, Arikaree -, Mandan-, Hidatsa-Indianer reiste, kam es zu Konfrontationen mit Indianern im Gebiet der Assiniboine, die allerdings friedlich gelöst werden konnten.

Am Yellowstone River angelangt, schwenkte die Expedition auf diesen ein. Im Oktober 1807 erreichte sie die Einmündung des Big Horn Rivers. Im November errichteten die Teilnehmer dort, auf dem Territorium der Absarokee-Indianer, ein Blockhaus, das sie nach Lisas Sohn Fort Raymond tauften. Fort Raymond, zuweilen auch Manuel's Fort genannt, war das erste Gebäude im Gebiet des späteren Bundesstaates Montana und sollte als Handelsstation dienen. Lisa schickte seine Trapper - darunter auch Colter - aus, um die Handelsstation bei den benachbarten Stämmen bekannt zu machen. Colters über 500 Meilen lange Tour führte ihn ins Gebiet der heutigen Yellowstone und Grand-Teton-Nationalparks.

Colters Route ist nicht schlüssig rekonstruierbar. Vermutlich drang er erst zum 

Stinkingwater River (heute: Shoshone River) vor, in eine von vulkanischen Aktivitäten geprägten Gegend, die als Colter's Hell bekannt wurde. Dann durchquerte er den heutigen Grand-Teton-Nationalpark, umging den Jackson Lake und zog weiter nach Norden, wo er auf den Yellowstone Lake traf. Diesen umging er nördlich und folgte dem Yellowstone River bis zu den Tower Falls, möglicherweise sogar bis zu den Mammoth Hot Springs. 

Anschließend kehrte er mit einem Abstecher zu Colter's Hell wieder nach Fort Raymond zurück, wo er im späten Frühling 1808 eintraf. Einen Großteil seines Marsches hatte er also im Winter unternommen. Dabei hatte er auf der Suche nach Indianerstämmen immer wieder Abstecher in verschiedene Richtungen gemacht. Mit Sicherheit hatte er ein Dorf der Absarokee besucht. Zuweilen hatte er die Dienste von Indianern angenommen, die ihn durch schwieriges Gelände geführt hatten. Nach einer Erholungspause schickte ihn Lisa in das Gebiet der Blackfeet-Indianern. Colter schloss sich unterwegs einer aus mehreren Hundert bestehenden Gruppe von Absarokee- und Flathead-Indianern an. Am Gallatin River wurden sie von einer vermutlich noch zahlreicheren Blackfeet-Gruppe angegriffen, die traditionell mit den Absarokee verfeindet waren. Colter half seinen Gefährten, den Angriff abzuwehren und wurde dabei am Bein verwundet, so dass er sich für den Rest des Kampfes nur noch kriechend wehren konnte. 

Die unterlegenen Blackfeet griffen in den nächsten fünfzig Jahren immer wieder Weiße an, weil sie - angesichts von Colters unfreiwilligem Mitwirken gegen sie - überzeugt waren, dass sich die Weißen mit den Absarokee verbündet hatten. Colter brach seine Reise ab und kehrte zum Fort Raymond zurück.

Das Rennen gegen die Blackfeet-Indianer

 

Nachdem seine Wunde geheilt war, begab Colter sich erneut auf Biber-Fang. Vermutlich bei der zweiten Fang-Tour im Gebiet der Blackfeet-Indianer begleitete ihn John Potts. Dabei erlebten sie ein Abenteuer, das im Westen wieder und wieder in den verschiedensten Varianten erzählt wurde. Der tatsächliche Verlauf des Geschehens ist noch immer umstritten, dürfte sich aber etwa wie folgt zugetragen haben:

Als Colter und Potts eines Morgens, je in einem Kanu, im Jefferson River ihre Biberfallen absuchten, wurden sie von einigen hundert Blackfeet-Indianern überrascht und zum Anlegen aufgefordert. Colter warf seine Fallen ins Wasser und paddelte ans Ufer, wo ihn die Blackfeet sofort packten und ihm die Kleider vom Leibe rissen. Als Potts dies sah, weigerte er sich, sein Kanu ans Ufer zu steuern. Ein Indianer schoss einen Pfeil auf ihn ab und verletzte Potts schwer. Dieser schoss zurück und traf einen Indianer tödlich, worauf er von mehreren Pfeilen getötet wurde. Seine Leiche wurde ans Ufer gezogen und zerstückelt. Die Angehörigen des getöteten Indianers konnten nur mit Mühe abgehalten werden, auf Colter loszugehen. Die Blackfeet wiesen ihn an, um sein Leben zu laufen. 

Obwohl Colter nackt und barfuss rennen musste, konnte er sich einen Vorsprung zu den Indianern erkämpfen. Zum Madison River waren es rund fünf Meilen. Ein einzelner Indianer hatte sich aus der Masse der rennenden Blackfeet herausgelöst und war Colter auf den Fersen. Dieser blieb plötzlich stehen; es gelang ihm, dem Blackfeet den Speer zu entreißen und ihn damit zu erstechen. Rasch riss er dessen Decke an sich und sprang in den Fluss. Bevor die Indianer heran waren, gelang es ihm, sich in einem Biberbau zu verstecken, in dem er bis in die Nacht blieb. Dann machte er sich auf den Rückweg, umging den nahe gelegenen Pass, indem er einen hohen Berg erklomm, ernährte sich tagelange nur von Wurzeln und Baumrinde und kam nach einem Marsch von etwa 500 km nach Nordosten völlig erschöpft im Fort an.

Gesichert scheint, dass Colter und Potts mit den Blackfeet kämpften, dass Colter eine indianische Decke mit sich ins Fort Manuel brachte und dass die Blackfeet die erbeuteten Felle in eine Handelsstation brachten.

Rückkehr in die Zivilisation

 

Im folgenden Winter besuchte Colter erneut die Stelle des Kampfes, um die wertvollen, ins Wasser geworfenen Fallen zu holen. Kaum dort angelangt, wurde er heftig beschossen und floh erneut erfolgreich.

In den nächsten Monaten betätigte sich Colter als Fallensteller. Mindestens einmal führte er eine Gruppe nach Colter's Hell. Zwischendurch besuchte er Indianerdörfer, vor allem der Mandan und Hidatsa.

Vermutlich im März 1810 führte Colter eine Gruppe von 32 Männern in die Gegend von Three Forks, dem Quellgebiet des Gallatin-, Madison- und Jefferson-Rivers, um eine neue Handelsstation aufzubauen. Unterwegs wurden sie von einem Schneesturm überrascht. 

Die Lage wurde kritisch. Aufgrund der Schneeblindheit konnten sie tagelang kein Wild jagen und mussten drei Hunde und zwei Pferde essen. Plötzlich tauchten 30 

Blackfeet-Männer auf, die Colters hilflose Gruppe allerdings nicht angriffen. Nachdem die Expedition jene Stelle durchquert hatte, wo Colter um sein Leben gelaufen war, erreichten sie am 3. April 1810 das Quellgebiet der drei Flüsse. Dort, mitten im Territorium der Blackfeet, errichteten sie ein palisadengeschütztes Camp. Während Colter anschließend einen Teil der Gruppe zu ersten Fangzügen führte, wurde das Camp von Gros Ventre-Indianern überfallen. Dabei kam es zu Toten auf beiden Seiten. Durch dieses Ereignis wurde Colter klar, dass es für ihn nur zwei Alternativen gab: Im Westen in ständiger Angst vor den Indianern, besonders vor den Blackfeet, zu leben oder nach Osten zurückzukehren. Er entschied sich, die Gegend für immer zu verlassen. Der spätere Tod seines langjährigen Kameraden George Drouillard sollte ihm Recht geben. Zusammen mit dem jungen William Bryant verließ er das Camp. Kurz darauf wurden sie von Blackfeet-Indianern angegriffen, konnten sich aber ins Dickicht retten.

Im Mai traf Colter in St. Louis ein. Er erntete für seine Geschichten nur Unglauben.

Lebensende 

 

John Colter blieb nicht lange in St. Louis, sondern ließ sich nördlich von Charette, in der Nähe der heutigen Ortschaft Dundee im Franklin County in Missouri, nieder. Er ging dort ebenso auf Biberjagd wie Daniel Boone, der ebenfalls in Charette wohnte.

Irgendwann zwischen Mai 1810 und März 1811 heiratete Colter eine Frau namens Sally. Vermutlich hatten sie einen Sohn, der Hiram hieß.

Im November 1813 starb John Colter auf seiner Farm in Missouri an Gelbsucht. Zwei Jahre später heiratete Sally einen Mann namens James Brown.

Im September 1889 fanden drei Jäger am Coulter Creek eine große Pinie, in die ein X und darunter 'J C' eingeritzt war. Sie vermuteten, dass Colter 80 Jahre früher die Markierung angebracht hatte und meldeten den Fund den Behörden. Diese ließ den Baum fällen, um 

den Abschnitt mit den Initialen in einem Museum auszustellen. Beim Transport ging er jedoch verloren.

1931 fanden der Farmer William Beard und sein Sohn in der Nähe von Tetonia (Idaho) einen Magma-Stein, der von Hand zur Form eines menschlichen Kopfes geschnitzt worden war und den Schriftzug "John Colter 1808" trug. Der Colter-Stein kann heute im Moose Visitor Center im Grand-Teton-Nationalpark betrachtet werden.

 

Nachwirkung

 

Um Colter rankten sich bereits zu seiner Lebenszeit eine Reihe aufsehenerregender Geschichten. Entgegen vieler Erzählungen tötete er aber vermutlich nur einen einzigen Indianer, einen Blackfeet. Noch heute ist bei vielen Geschichten unklar, inwieweit sie den tatsächlichen Gegebenheiten entsprechen. Besonders die Flucht vor den Blackfeet war eine beliebte Geschichte, die von verschiedenen Autoren wiedergegeben wurde. Als erster schrieb sie Henry Brackenridge auf, der sie im Fort Manuel direkt von Colter hörte. 

Später übernahmen sie andere Autoren, so zum Beispiel 1836 Washington Irving in 

"Astoria".

Colters Verdienste liegen vor allem in seinen Leistungen bei der 

Lewis-und-Clark-Expedition, in seiner Fähigkeit, Beziehungen zu den verschiedensten Indianervölkern zu knüpfen und in den folgenden Erkundungen in bislang für die Weißen unbekannten Gebieten. 1814 ließ William Clark Colters Angaben in seine Skizze einer ersten Landkarte des amerikanischen Westens einfließen, da Colter während seiner Streifzüge eine Reihe von Gebirgszügen erkundet hatte, die Clark nicht bekannt waren.

In Erinnerung an seine Flucht vor den Blackfeet-Indianern findet im Quellgebiet des Missouri Rivers jährlich der John Colter Run statt.

Am 6. September 2003 eröffnete die Stadt New Haven in Missouri ein Museum über John Colter.

 

Literatur

 

Burton Harris: John Colter - His Years in the Rockies, Charles Scribner's Sons, New York (1952), ISBN 0803272642

Aubrey L. Haines: The Yellowstone Story. A History of our first National Park. University Press of Colorado, Niwot (Colorado), 1996, ISBN 0870813919 und ISBN 0870813900

Mark H. Brown: The Plainsmen of the Yellowstone. A History of the Yellowstone Basin. G. P. Putnam's Sons, New York, 1961

 

William Clark

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie

 

William Clark (* 1. August 1770 im Caroline County, Virginia, † 1. September 

1838 in Saint Louis) war ein Entdecker, der Meriwether Lewis auf der 

Lewis-und-Clark-Expedition begeleitete. Er war der jüngere Bruder einer Figur aus 

dem amerikanischen Unabhängigkeitskrieg, George Rogers Clark.

 

William Clark war das neunte von zehn Kindern seiner Eltern. 1785 zog die Familie 

von Virginia nach Louisville, Kentucky. Nachdem sein Bruder George zur Armee 

gegangen war, folgte ihm William Clark und nahm an diversen lokalen 

Militäraktionen teil. 1792 wurde er zum Leutnant in der regulären Armee bestellt 

und dem Regiment von General Anthony Wayne zugeteilt. Er diente vier Jahre lang 

und nahm u. a. an der Schlacht von Fallen Timbers gegen Ureinwohner teil. 

Während seiner Militärzeit stand auch Meriwether Lewis eine Weile unter seinem 

Kommando.

1796 verließ Clark die Armee und verbrachte die Zeit auf seinem Anwesen in 

Louisville und auf Reisen. 1803 fragte ihn Lewis, ob er mit ihm zusammen das 

Kommando über das neu gebildete Entdeckungs-Korps übernehmen wolle. Sie 

verbrachten dann drei Jahre mit der Expedition. Obwohl Clark formal Lewis 

unterstellt war, neigte er dazu, das Kommando gleichberechtigt zu führen. Er 

konzentrierte sich hauptsächlich darauf, Karten zu zeichnen und Pflanzen und Tiere 

zu identifizieren. Nach der Rückkehr im Jahr 1806 verbrachte er viel Zeit damit, die 

gesammelten Informationen zu festigen.

 

Clark wurde zum Brigadegeneral der Miliz ernannt und 1807 zum Inspektor für 

Indianische Angelegenheiten im Louisiana Territorium. Sein Hauptquartuer richtete 

er in St. Louis, Missouri ein. Am 5. Januar 1808 heiratete er Julia Hancock. Später 

wurde ihnen ein Sohn geboren, den sie zu Ehren des Partners seines Vaters 

'Meriwether Lewis Clark' nannten. Während des Krieges von 1812 führte er viele 

Aktionen an und errichtete den ersten Außenposten im heutigen Wisconsin. Als 

1813 das Missouri Territorium gebildet wurde, berief man Clark zu seinem 

Gouverneur.

 

Nach dem Krieg kehrte Clark zu seiner Verwaltungsaufgabe für Indianische 

Angelegenheiten zurück und ergriff verschiedene diplomatische und militärische 

Maßnahmen als Antwort auf etliche Erhebungen in jenem Gebiet. Außerdem 

betätigte er sich auch als Landvermesser.

 

Nach seinem Tod 1838 wurde er auf dem Bellefontaine-Friedhof in St. Louis 

begraben, wo ein 10 Meter hoher Obelisk aus grauem Granit sein Grab markiert. 

Obwohl seine Familie Geld zum Unterhalt der Grabstelle hinterlegt hatte, war sie im 

späten 20. Jahrhundert verfallen. Seine Nachfahren sammelten 100.000 $, um die 

Grabstelle zu restaurieren und feierten die Wiederherstellung des Grabes am 21. Mai 

2004, dem 200. Jahrestag des Expeditionsbeginns. An der Feier nahm eine große 

Zahl seiner Nachkommen teil, Leute in altertümlicher Kostümierung, Führer vom 

Indianer-Stamm der Osage und die Lemhi Band vom Stamm der Shoshone.

Die Pflanze Clarkia (Familie Onagraceae), verwandt mit den Nachtkerzen, und der 

Kiefernhäher (englische Bezeichnung:Clark's Nutcracker) ist nach ihm benannt.

 

George Drouillard

 

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie

 

George Drouillard (* ca. 1775; † 1810) war Jäger und Dolmetscher während der 

Lewis-und-Clark-Expedition zum Pazifischen Ozean.

 

George Drouillard war der Sohn eines franko-kanadischen Vaters und einer 

Shawnee-Indianerin.

 

Er wurde aufgrund seiner exzellenten Fähigkeiten als Jäger, der Erfahrung mit 

Indianern und guter Kenntnisse in der Zeichensprache von Captain Daniel Bissell für die Lewis-und-Clark-Expedition empfohlen. Er schloss sich im November 1803 im Fort Massac am Ohio River als Dolmetscher der Expedition an.

 

Drouillard war einer der geschicktesten Jäger der Forschungsexpedition und zeichnete sich durch ein souveränes Verhalten in Gefahrensituationen aus. Er war oft mit Meriwether Lewis als Kundschafter unterwegs. Aufgrund seiner Kenntnis der Zeichensprache war er bei Erstkontakten mit unbekannten Indianerstämmen ein wichtiger Vermittler.

 

Nach dem Ende der Lewis-und-Clark-Expedition gründete er mit Manuel Lisa, einem in Saint Louis ansässigen Händler, die Lisa-und-Drouillard-Expedition. Die 

Handelsexpedition folgte dem Flusslauf des Missouri um Pelzhandel zu betreiben. 

George Drouillard kam in die Region der Three Forks, im heutigen Montana, dem 

Zusammenfluss von Jefferson River, Madison River und Gallatin River, um mit anderen Männern einen Handelsposten aufzubauen. Die Männer wurden aber mehrfach von Gros Ventre- und Blackfeet-Indianern angegriffen.

 

George Drouillard wurde 1810 bei einem der Angriffe getötet.

 

Personendaten

NAME

Drouillard, George

ALTERNATIVNAMEN

 

KURZBESCHREIBUNG

Jäger und Entdecker, Mitglied der Lewis-und-Clark-Expedition

GEBURTSDATUM

ca. 1775

GEBURTSORT

 

STERBEDATUM

1810

STERBEORT

Three Forks, Montana, USA

 

 

 

 

Von "http://de.wikipedia.org/wiki/George_Drouillard"

 

Meriwether Lewis

 

Meriwether Lewis (* 18. August 1774 in Virginia; † 11. Oktober 1809 in 

Tennessee) war ein US-amerikanischer Entdecker, Soldat und Verwaltungsbeamter. 

Er war maßgeblich an der Planung und Ausführung der Lewis-und-Clark-Expedition 

(Corps of Discovery, Entdeckungskorps) beteiligt.

Lewis wurde im Albermarle County in der Nähe von Charlottesville in Virginia geboren, als zweites Kind des Leutnants William Lewis und seiner Frau Lucy Meriwether Lewis. Als er zehn Jahre alt war, zog die wohlhabende Familie nach Georgia. Mit dreizehn wurde er wieder zurück nach Virginia geschickt, um von Privatlehrern unterrichtet zu werden.

 

In Virginia schloss er sich dem Militär an. 1794 war er Mitglied einer Abteilung, die 

ausgesandt wurde, die Whiskeyrebellion niederzuschlagen. Im Jahr darauf ging er zur regulären Armee und diente eine Zeit lang unter seinem späteren Partner William Clark. 

Als Zahlmeister besuchte Lewis viele Forts an den Grenzen der damaligen USA. Er stieg zum Captain auf.

 

1801 wurde Lewis zum Privatsekretär von US-Präsident Thomas Jefferson ernannt und traf dadurch mit vielen Politikern und einflussreichen Personen zusammen. Er war sehr eng an der Planung und Vorbereitung der Forschungsexpedition zum Pazifik beteiligt. 

Jefferson schickte ihn nach Philadelphia, wo er in medizinischen Dingen, im Anfertigen von Landkarten, im Umgang mit dem Sextanten und anderen notwendigen Fertigkeiten geschult wurde.

 

Zwischen 1804 und 1806 führte er mit William Clark die Lewis-und-Clark-Expedition über unbekanntes Gebiet von St. Louis zum Pazifik und zurück. In seinen Tagebüchern und Berichten beschrieb Lewis die Geologie und Geographie, sowie eine Vielzahl bis dahin unbekannter Pflanzen, Tiere und Indianerstämme. Außerdem notierte er seine Einschätzungen für die Errichtung von Stützpunkten für Militär und Handel.

 

Nach der Rückkehr erhielt Lewis seine Belohnung für die Expedition: Doppelten Sold (insgesamt 1.228 US-Dollar und 1600 Morgen Land. Obwohl seine Talente nicht in der Politik lagen, wurde er zum Gouverneur des 1803 von den Franzosen erworbenen Louisiana-Territoriums mit Sitz in St. Louis ernannt.

 

In der Folgezeit bekam er Alkoholprobleme. Mehrere Versuche, eine Ehefrau zu 

finden, scheiterten. Auch seine freundschaftliche Beziehung zu Jefferson litt unter seiner Trinksucht. Er kümmerte sich nicht intensiv um die Veröffentlichung der 

Expeditionsberichte.

 

Auf dem Weg nach Washington D. C. starb er in einer Taverne namens Grinder's 

Stand, etwa 100 Kilometer südlich von Nashville, Tennessee, an Schussverletzungen. 

Seine Pulsadern waren aufgeschnitten. Außerdem trafen ihn Schüsse in Kopf und Brust. 

Es ist nie geklärt worden, ob sein Tod durch Selbstmord eintrat, wie offiziell 

angenommen, oder durch Mord, wie von seiner Familie behauptet. Jedenfalls soll er 

kurz vor seinem Tode sehr depressiv gewesen sein und mehrfach versucht haben, sich im Mississippi zu ertränken.

 

Die Gebirgspflanze Lewisia (Familie Portulacaceae), sehr beliebt in Steingärten, ist nach ihm benannt.

Manuel Lisa

Manuel Lisa (* 1772 in Louisiana; † Sommer 1820) war spanischer Pelzhändler in 

den USA. Lisa war ein Geschäftsmann in St. Louis. 1807 stellte er eine Expedition 

zusammen. Zusammen mit 42 Männern und dem Führer George Drouillard fuhr er den Missouri River hinauf bis an die Mündung des Bighorn Rivers. Dort errichteten sie eine Handelsstation, das sie nach Lisas Sohn Fort Raymond (auch Manuel's Fort genannt) tauften.

Nach seiner Rückkehr nach St. Louis gründete er mit den Chouteaus und anderen die Missouri Fur Company. Die Company konnte angesehene Trapper wie John Colter und Andrew Henry in ihre Dienste stellen.

 

1809 bauten Lisas Männer eine weitere Station am Missouri, Fort Lisa, 20 km von 

der heutigen Stadt Omaha entfernt, inmitten der feindlich gesinnten Blackfeet-Indianer. 

Bei verschiedenen Scharmützel beim Fort starben etwa 20 Weiße und 40 Blackfeet. 

Aufgrund der stetigen Gefahren, die von den Blackfeet ausgingen, mussten sich die 

überlebenden Trapper unter Henrys Führung im Herbst zurückziehen. Sie galten längere Zeit als verschollen; erst im Jahre 1811 traf Lisa auf sie.

 

Personendaten

NAME

Lisa, Manuel

ALTERNATIVNAMEN

 

KURZBESCHREIBUNG

spanischer Pelzhändler in den USA

GEBURTSDATUM

1772

GEBURTSORT

Louisiana

STERBEDATUM

Sommer 1820

STERBEORT

 

 

 

 

 

 

DER BIBERMANN" JED SMITH(1799-1831),

 

bezwang als erster die Sierra Nevada von Osten nach Westen.

Smith fielen seine Leistungen nicht mühelos zu: er wurde von einem Grizzly übel 

zugerichtet, überlebte einen tödlichen Hinterhalt der Arikara Indianer ebenso wie 

mehrmalige mühsame Durchquerungen der Mojave Wüste bei denen seine Gruppe 

fast umkam. Er wurde von den spanischen Behörden ins Gefängnis geworfen weil er 

ihr Gebiet illegal betreten hatte. Aber ihm gelang als erstem weißen Mann eine Reihe wichtiger Durchbrüche: quer über die Rockies nach Kalifornien, über die Sierra Nevada von Osten nach Westen. Nachdem Smith 8 Jahre durch den Westen 

gewandert war, versuchte er 1830 in St.Louis sesshaft zu werden. Im Jahr darauf 

trieb es ihn zurück in die Wildnis. Diesmal auf den Santa Fe Trail. Dort verließ Smith das Glück: Auf der Wassersuche geriet er in einen Hinterhalt und wurde im Alter von 32 Jahren von Komantschen getötet.

 

Quelle: Richard Mancini -Der Wilde Westen-

 

Zenas Leonard (1809-1857)

 

Leonard,ein Landarbeiter aus Pennsylvania, ging mit 21 Jahren nach St.Louis, um 

Fallensteller zu werden. Zuerst begleitete er 1831 eine Fallenstellerexpedition in die 

Rockies als Angestellter. Die nächsten 25 Jahre verbrachte er als Fallensteller und 

Händler in der Wildnis. Leonard hielt seine Ergebnisse auf Papier fest. Darunter auch die Schlacht bei Pierres Hole 1832 und 1833 Joe Walkers historischen Treck nach Kalifornien bis zum Pazifik.

 

Antoine Leroux (1806-1861)

Der in St.Louis geborene Leroux arbeitet 1822 kurz als Fallensteller für Ashley, 

machte aber bald den spanischen Südwesten zu seiner Heimat und war bis in die 

1840er in ganz Arizona, New Mexiko, Colorado und Utah als Fallensteller 

anzutreffen.

 

Leroux leistete nach dem mexikanischen Krieg seinen größen Beitrag als Pfadfinder für das US-Armeekorps topographischer Ingenieure. 1846-1847 bahnte er einen Pfad von Santa Fe nach San Diego. 1851 vom Zuni Gebiet nach Camp Yuma,1853 von Missouri nach Utah und 1853-54 von Fort Smith, Arkansas, nach Los Angeles, Kalifornien.

Dieser große Pfadfinder starb 1861 an Asthma, zudem auch eine alte Pfeilwunde 

zugetragen haben dürfte.